Free Essay

Lenovo Case Study (German)

In: Business and Management

Submitted By AbraxaZ
Words 3366
Pages 14
Elia Müller

Wirtschaftsraum China SoSe 2012

Case Study: Lenovo

Inhaltsverzeichnis
1. Geschichtlicher Hintergrund 2. Rahmenbedingungen zur Firmengründung 3. Gründung der NTDC 4. Computerhandel 5. Eigene Produktion 6. Der Aufstieg 7. Internationalisierung 8. Krisen 9. Gründe für den Erfolg 2 2 2 3 4 4 7 8 9

1. Geschichtlicher Hintergrund
Primärminister Zhou legte 1956 in seinem Zwölfjahresplan die Gründung eines Instituts zur Computerforschung fest. Das „Institute of Computing Technology of the Chinese Academy of Sciences“ war geboren, sein Aufgabengebiet war anfangs in erster Linie militärische Forschung. Keiner der Gründungsväter hatte je einen Computer gesehen, während die Firma IBM in den USA schon relevante Entwicklungen im Bereich integrierter Schaltkreise und Siliciumchips gemacht hatte. Ausgewählte chinesische Studenten wurden in die UdSSR geschickt, um erste Einblicke in die Computerforschung zu erhalten. Ihre anfänglichen Bemühungen resultierten in einem Prototypen namens “Model 103 Mainframe”. Das war ein Großrechner, der mit seinen 30 Berechnungen pro Sekunde im internationalen Vergleich nicht standhalten konnte. 1959 waren die Arbeiten am Model 104 abgeschlossen. Die damaligen Entwickungen basierten noch auf Vakuumelektronenröhren, die eine immense Hitzentwicklung verursachten. Um das Model 104 mit seinen 10000 Berechnungen pro Sekunde am Laufen zu halten, mussten die Forscher das gesamte Rechnergebäude mit riesigen Ventilatoren belüften. In den 60ern und 70ern wurden weitere Großrechner zur Berechnung von Massenvernichtungswaffen und Wettervorhersagen entwickelt, während sich im Westen bereits ab 1974 erste Personalcomputer etablieren.

2. Rahmenbedingungen zur Firmengründung
Das sogenannte Zhongnancun galt als Zentrum der Intelligenz. Hier arbeiteten und lebten 300 000 Studenten sowie 100 000 Wissenschaftler, unter anderem Liu Chuanzhi, der mit der Entwicklung von Rechnern am Computerinstitut beschäftigt war. Er war unzufrieden mit dem Umstand, dass die Entwicklungen des Instituts zwar mit Preisen ausgezeichnet wurden, aber niemandem Nutzen brachten. Sie wurden nicht als Produkte vermarktet. Zudem gab das Militär gibt keinen neuen Forschungsauftrag für Computertechnik heraus, womit auch die finanzielle Grundlage der Computerforschung wegbrach. Der Chef des Instituts, Zeng Maochao, war sich dessen bewusst und suchte nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten. Die Zentrale in Peking führte die Öffnungspolitik 1984 mit dem Erlass „Beschlüsse bezüglich der Reform des Ökonomischen Systems“ fort. Dieser erlaubte unter gewissen Umständen Profite zu erwirtschaften. So kam es, dass Liu Chuanzhi den Direktor der Akademie, Zhou Guangzho, darum bat eine Firma zu gründen. Er versprach damit zwei Millionen RMB im Jahr zu erwirtschaften. Zeng Maochao unterstützte ihn dabei, ihm war bewusst, dass das offenere Wirtschaftssystem eine Chance ist, die Forschung weiter zu finanzieren.

3. Gründung der NTDC
Liu gelang es den Direktor zu überzeugen und sein „Startup“ bekam folgende wesentliche Rechte eingeräumt:

2

• • •

Kontrolle über die eigenen Finanzen Das Recht Leute vom Institut zu rekrutieren und zurückzuschicken eigene Entscheidungspolitik

Dazu erhielt die Firma 200 000 RMB Gründungskapital und einen alten Wachposten. Liu versammelte beim Gründungstreffen im Oktober 1984 elf Forscher auf den 20m². Man beschloss zukünftig den Namen „New Technology Development Company (des Computerinstituts der Akademie der Wissenschaften China)“ zu führen. Vom heutigen Standpunkt betrachtet konnten die Startbedingungen nicht besser sein: die Angestellten wurden vom Institut bezahlt, man hatte Zugriff auf staatliche Entwicklungen und Know-How des Instituts, konnte ineffizientes Personal austauschen, und bestehende Infrastruktur (Fax, Telefon, etc.) mitbenutzen. Bei der Gründung war unter anderem der herrausragende Forscher Ni Guangnan anwesend, der in seiner Forschung ein vereinfachtes Eingabesystem für chinesische Schriftzeichen entwickelt hatte. Die sogenannte Han-Card sollte eines der ersten Produkte der NTDC werden. Zu Beginn war man sich aber noch nicht sicher welchen Weg man einschlagen sollte. So wurde unter anderem eruiert, Farbfernseher zu verkaufen, da diese zu dem Zeitpunkt sehr gefragt waren. Doch die kaufmännische Unerfahrenheit und das damals intransparente Handelssystem, ließ die Computerpioniere auf einen Betrug hereinfallen. Man hatte Fernseher für 140 000 RMB geordert, bekam aber keinen einzigen geliefert. Dennoch konnte die Firma einige erste Geschäfte abschließen: • • • • Forschungsergebnisse vom KT8920 Mainframe, der vom Computerinstitut mit staatlicher Förderung gebaut wurde, wurden für 600 000 RMB weitergegeben 500 IBM Computer wurden vom Computerinstitut gekauft, von NTDC installiert und gewartet, Profit 700 000 RMB 70 000 USD Erwerb für verschiedene Aufträge von IBMs Agentur in Peking 400 000 RMB für Han-Cards

In der Folge entscheid man sich als Agent für IBM Computer in China zu agieren, die amerikanischen Produkte wurden mit Han-Cards ausgestattet und somit auf den Markt abgestimmt.

4. Computerhandel
Dieses Geschäftsfeld bot hohe Gewinnmargen, ein sogenannter PC/XT von IBM kostete im Einkauf 20 000 RMB, die Chinesen waren bereit 40 000 RMB dafür zu zahlen. Damals umfasste der Markt in China 110 000 Computer in zwei Jahren. Da man zu Beginn nicht über die nötige Importlizenz verfügte musste man die Computer über Mittelsmänner einkaufen. Dies ändert sich 1988 mit dem Aufbau einer Tochterfirma in Hong Kong. Einer der Beteiligten war befugt nach China zu importieren. Dies wurde genutzt um einen Vertrag mit dem Unternehmen AST über 3000 Computer zu schließen. Im Herbst 1989 wurde die Namensänderung zu Lianxiang (in Anlehnung an die Han-Card Lianxiang LX-80) beschlossen. Die Verkäufe der Han-Card stiegen rapide; von 4500 (1989) auf 22 000 (1991); sie war 3

alternativen Eingabesystemen überlegen. Chinesische Schriftzeichen sind oft aus zwei Komponenten (Silben) zusammengefügt. Jede erste Komponente beinhaltet verschiedene Möglichkeiten für eine zweite Komponente, die zusammengefügt verschiedene Bedeutungen ermöglichen. Nach der Eingabe der ersten Komponente schlägt die Han-Card verschiedene Möglichkeiten, sortiert nach deren Häufigkeit vor. Dies beschleunigt die Eingabe im Idealfall um 100%, da nur noch eine Komponente eingegeben werden muss.

5. Eigene Produktion
In der Geschichte von Lianxiang nahm man sich oft andere Firmen und deren Erfolgskonzept zum Vorbild. So auch AST: Die Firma wurde 1982 gegründet und stellte zunächst IBM-Kompatible Motherboards her. Vier Jahre später begann die Entwicklung eigener PCs. 1988 beschäftige AST 1500 Arbeiter und setzte 2 Mrd. USD um. Liu Chuanzhi beschloss also den Kauf einer Fabrik, und begann mit der Entwicklung eigener Motherboards. Man benutzte AST sozusagen als Sprungbrett in die eigene Computerproduktion. 14 Monate später war man bei Lianxiang in der Lage selbst PCs herzustellen, auch wenn der Großteil der Komponenten noch zugekauft werden musste. 1989 erhielt Lianxiang einen Regierungspreis für die Han-Card, und damit Aufmerksamkeit der Medien, man gibt eine Pressekonferenz, Zeitungsinterviews, es läuft eine Kurzdoku in den Nachrichten und ein Werbespot auf CCTV. Drei Monate nach Herstellung eigener PCs wurde Ni Guangnan nach Deutschland auf die Hannover Elektronik Messe geschickt (damals größte Messe mit 500 000 Besuchern) Der Erfolg: Bestellung von 2073 Computern und 2483 Motherboards.

6. Der Aufstieg
Anfänglich wurden weiterhin AST PCs verkauft um Verluste aus eigener Fertigung auszugleich. Massenproduktion war schwieriger als erwartet. Es können nur 2131 PCs statt 5000 geplanter hergestellt werden. Die Beschaffung von CPUs wurde erleichtert, Intel kooperierte mit Lianxiang. Ab sofort musste man nur noch 95 USD pro CPU statt 195 USD zahlen (zuvor wurden CPUs mangels Vertrag mit Intel auf dem Schwarzmarkt gekauft). Durch aufkommende Konkurrenz zu Intel (AMD) sanken die CPU Preise weiter; der Wert in Lianxiangs Lager sinkt um 70%! 1991 kam es zur allgemeinen Krise im IT Markt: Lianxiang macht 17 Mio. HKD Verlust bis Juli, die Produktion in Hong Kong wurde aufs Festland nach Shenzhen verlegt um im „nationalen Plan“ produzieren zu können und damit Kosten zu sparen. Zum ersten Mal wurden Angestellte entlassen, um wirtschaftlich zu bleiben. Der Verkauf von Produkten von HP, Sun und IBM konnte Verluste ausgleichen. Die Verkäufe sind schwach (PCs machen 12% des Geschäfts aus), deshalb setzte Liu alles auf eine Karte, er ernannte den jungen unerfahrenen Yang Yuanqing zum Direktor für Verkauf, Produktion, Finanzen, Inventar, Einkauf. Diese Abteilungen waren vorher auf fünf Manager verteilt. Yang brachte frischen Wind: er vereinfachte die Organisationsstruktur, reduzierte die direkt unter ihm stehenden von 300 auf 112 Mitarbeiter und führte ein Agentensystem nach 4

Vorbild von HP ein. Währen Yang sich um das Geschäft im Norden kümmerte, ließ man Guo Wei, einen weiterer Jungmanager Lius, in Guangdong ein Science&Technology Center aufbauen. Das Projekt drohte zu scheitern, weil sich wider Erwarten keine weiteren IT-Betriebe ansiedeln wollten. Der Plan war, die Produktion aus Shenzhen dorthin zu verlegen. Also ließ sich Guo Wei eine Geschichte einfallen. Sie verteilten eine Pressemitteilung, Lianxiang hätte dort die größte Motherboard-Herstellung in Asien eröffnet. Die damit einhergehende Publicity macht den Standort zum gewünschten Zentrum der IT-Industrie. Liu führte Gepräche mit Ministerium für Elektronik, appellierte an Nationalen Zusammenhalt angesichts hoher Marktanteile ausländischer Unternehmen. Dadurch ließen sich viele bürokratische Hürden umgehen und Aufträge verschaffen. Zudem führte Yang die ersten wirklich Konkurrenzfähigen chinesisch produzierten (tatsächlich wird nur das Motherboard in China hergestellt, später auch das Gehäuse) PCs ein. Der Preis der sogenannten E-Serie unterbot die Konkurrenz um die Hälfte (16000 RMB). Man versuchte im Vertrieb zuerst den Markt der strukturschwachen und ärmeren Regionen im Westen erobern, wo die Konkurrenz weniger stark vertreten war. Yang führte ein Belohnungssystem für die Agenten ein: Verkäufe > 800 000 RMB → 3% Marge; Verkäufe > 1 500 000 RMB → 4% Marge Zusätzlich gab es für jeden in Werbung investierten RMB einen RMB Zuschuss von Lianxiang. Am Frühlingsfest 1995 gab Liu allen Angestellten 15 Tage Urlaub, doppelt soviel wie das Gesetz vorsieht. Der Herbst 1995 verlief ruhig, der erste Lianxiang Pentium PC würde veröffentlicht, zum ersten Mal war China mit seinen Computern gleichauf mit dem Rest der Welt. Das Unternehmen wird mehrfach vom Staat ausgezeichnet. Verbesserungen im Finanzsektor werden durchgesetzt: Umstieg auf PC statt Abacus und Unternehmenssparten werden in eigene Profitcenter umgewandelt, d.h. sie bekommen ein eigenes Finanzwesen um ihre Effizienz zu steigern. Inzwischen veränderte sich der Markt, der Verkäufermarkt wird zu Käufermarkt. AST wurde von Samsung aufgekauft, nachdem es immer mehr Marktanteile verloren hatte. Nach seinem Rückzug vom Chinesischen Markt ließ es ein Vakuum zurück, das von Lianxiang und sogenannten Screwdriver Companies übernommen wurde. Nach Rückläufigen Verkäufen und weitgehender Substitution durch Softwarelösungen wurde die Produktion der Hancard eingestellt. Ein allgemeiner Preisfall bei PCs wurde nun eingeleitet von Compaq, Lianxiang begegnete einer Krise in der es an zwei Fronten, Hong Kong und Peking kämpfen muss. Die Hong Konger Niederlassung machte einen Verlust von 190 Mio HKD. In Peking hatte man mit der „Einkesselung“ von ausländischen Marken zu kämpfen. Als Intel seine Preise für Pentiums senkt reagierte Yang sofort und ließ die tägliche Produktion von 300 auf 1000 Computer steigern. Dadurch war es möglich den 1. Computer für unter 10000 RMB anzubieten. Die anderen chinesischen Hersteller ziehen mit. Doch die ausländischen Hersteller reagierten nur langsam, gleichwertige Systeme wurden immernoch für 20000 RMB angeboten. Lianxiang vekaufte 42 000 Computer im Jahr 1996 (+220%) Eine Kooperation mit Taiwan Hongji fruchtete in der Entwicklung des „Every-Man Computer“. 5

Bejing Lianxiang übernahm Anteile von Hong Kong Lianxiang um diese Sparte vom Untergang zu bewahren. Beide wurden vereint zu China Lianxiang. Der Staatsanteil am Unternehmen wurde abgebaut und Angestellten als Bonus überlassen. Ende 1997 war die Krise vorüber und Lianxiang stand als Marktführer in China da. In diesem Jahr wurden 435 000 Computer verkauft, entsprechend einem Marktanteil von 10%. Es wurden zu dem Zeitpunkt keine Computer exportiert, nur 347 PC verließen als Geschenke bei Staatsbesuchen das Land. Lianxiang begann nun, auch das mobile Computersegment zu bedienen. Teilweise geschah das über Importe (30% der Toshiba Notebooks in China kamen über Lianxiang) aber auch der eigens entwickelte „Lianxiang Shaoyuan“ wurde auf den Markt gebracht. Lianxiang gibt neue Aktien im Wert von 450 Mio HKD heraus, jetzt hatte man so viel Kapital, dass man nach neuen Anlagemöglichkeiten suchen musste. Der Plan im Ausland aktiv zu werden wird nach Warnung eines befreundeten Managers erst einmal nach hinten verschoben. Man investierte dennoch in Kanadische Forschung und Entwicklung sowie Produktion. Im Jahr 1998 stiegen die Verkäufe auf 763 000 Computer. Lianxiang begann mit verschiedenen Softwareentwicklern, u.a. IBM, Kingsoft, Yongyou und Microsoft zusammenzuarbeiten. Der von SAP entwickelte ERP (Enterprise Resource Plan) sollte umgesetzt werden. Obwohl es schwer war, ihn auf Chinesisches Management umzumünzen, brachte er die erhoffte Effizienzsteigerung. Nach einem Bombardement der Chinesischen Botschaft in Jugoslavien brachen in China Proteste aus. Um der Boykottwelle entgegen zu kommen hingen amerikanische Computerhersteller Plakate auf: „Boykottiert amerikanische Waren, außer Computer!“ Im Mai 1999 wurde der Einstieg ins Internetgeschäft forciert, ein Onlineshop wird gestartet. Bereits am ersten Tag zählte man dort 10 000 Besucher und Verkäufe von Computern im Wert von 8,5 Mio RMB. November 1999: Das Model „Heavenly Auspicious“ wurde geboren, ein Verkaufsschlager, denn er wird mit 1 Jahr kostenfreien Internetzugang gebundlet. Der Eintritt Chinas in die WTO resultierte in einem Anstieg der Nachfrage, da auch die asiatische Währungskrise vorüber ging. Liu Chuanzhi endschied, dass es an der Zeit ist den jungen Managern das Feld zu räumen. Da er in der Entscheidung zwischen den beiden Ausnahmetalenten Yang Yuanqing und Guo Wei zu keinem Entschluss kam, wer sein Nachfolger sein soll, wurde das Unternehmen nach den Kompetenzen der beiden aufgeteilt: Yuanqing wird alle Geschäfte im Zusammenhang mit Lianxiang Marken leiten, während Guo Weis Aufgabe das Geschäft mit den Agenten und Systemintegration ist. Aus markenrechtlichen Gründen wird Guos Zweig Shenzhou Shuma genannt, China Digital. Sein Teil war mit 3000 Angestellten und 600 Mio RMB vergleichsweise kleiner. Die Gründungsväter des Unternehmens wurden mit Dividenden von 12 RMB/Aktie entlohnt. Viele werden über Nacht zu Millionären, da der Kurs auch explosionsartig angestiegen ist. Die meisten konnten sich nun eine eigene Wohnung leisten. Aufgrund des hohen Marktanteils suchte man nach anderen Wegen den Umsatz zu steigern. Produktidiversifikation und Internationalisierung waren das zentrale Thema im 6

Management. Im Rahmen der Diversifikation wurden neue Sparten in den Branchen Immobilien, Foodservice, Logistik, Internetprovider und Internetportale gegründet. Dell und kleine lokale Firmen übten hohen Druck aus, um wettbewerbsfähig zu bleiben, musste man die Preise anpassen. (Es bleibt nur noch eine Profitmarge von 1%) Da die Erwartungen nicht erfüllt wurden, muss Lianxiang sich von 600 Angestellten (10%) trennen. Man versucht sich wieder auf das Kerngeschäft mit Computern zu fokussieren. Während 2001 viele Firmen in der Branche Verluste einfahren kann Lianxiang seinen Kurs vergleichsweise stabil halten, dennoch wird der Plan nur zu 40% erfüllt. 2004: Man versucht aufs neue firmeninterne Reformen auf den Weg zu bringen: Elektronisches Bestellsystem schaffte den Umweg über Fax ab und spart Arbeit, die Beziehung zum Endkunden sollte gestärkt werden: 100 000 Kunden wurden nach Ablauf ihrer Garantie besucht. Der Erfolg: Das operative Ergebnis steigt um 10% auf 5,9 Mrd RMB (Kapazität 15 000 Computer/Tag). Man änderte den Markennamen „Legend“, der im internationalen Geschäft verwendet wurde, zu „Lenovo“, da man viel zu spät Anspruch auf diesen Namen angemeldet hatte und keine Rechte dafür besaß. Als Sponsor der Olympischen Spiele in Peking 2008 wurde Lianxiang belächelt, da internationale Bekanntheit fehlt (Neben Firmen wie CocaCola, General Electric, Kodak, McDonalds, Samsung). Für Liu Chuanzhi ist es jedoch ein Akt der Vaterlandsliebe, es wäre untragbar, keinen einzigen chinesischen Hauptsponsor bei einer Heimolympiade zu haben.

7. Internationalisierung
Internationalisierung wurde nun unausweichlich, der chinesische Markt ist wirklich international geworden, ausländische Firmen konnten ihre Geschäftsmodelle inzwischen in China ohne weiteres anwenden. Bereits 2001 hatte John R. Joyce von IBM einen Verkauf von IBM-PC ins Spiel gebracht. Auch bei IBM wollte man sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren und damit die PCSparte loswerden, welche nur 15% von IBMs Gesamtumsatz ausmachte und 500Mio $ Verlust angehäuft hatte. Es dauerte bis die Verantwortlichen bei Lianxiang dem amerikanischen Vorschlag ernst nahmen (zu dem Zeitpunkt machte Lianxiang nicht einmal ein Viertel des Umsatzes von IBM-PC) So begann man erst im Herbst 2003 mit den Verhandlungen. Die Gespräche gingen um Patente und Marken von IBM. IBM wollte 1,5 Mrd USD haben, Lianxiang aber nur 1,1 Mrd USD zahlen. Im Dezember 2004 wurde der Kompromiss geschlossen: 1,25 Mrd USD Kaufpreis für IBM-PC, davon 650 Mio USD in Bar, 600 Mio USD in Aktien. Damit steigt Lenovo in die Top 500 der Welt auf. IBM vermacht dem Unternehmen seine gesamte Forschung, Herstellung, Verkaufskanäle, Kunden, Marken und Patente, 9,600 Angestellt in 160 Ländern. Somit ist man Platz 3 der Computerhersteller. Liu tritt als Vorsitzender des Lianxiang Group Vorstandes zurück, er ist an einem Punkt 7

angelangt, den er sich 20 Jahre vorher mit elf Mitarbeitern in einem kleinen Wachposten nie erträumen hätte lassen. Jetzt beginnt Lenovo den Weltmarkt zu erobern. Yang übernimmt den Vorsitz des Vorstandes und Stephen Ward wird neuer CEO (ehemals CEO IBM-Computer) Der Umsatz steigt von 2,9 auf 13,3 Mrd $ (2006) 2011 fusioniert Lianxinag mit NEC um Synergieeffekte in Forschung und Entwicklung zu nutzen und zu Marktführer HP aufzuschließen. Des weiteren wird der Discount-Computerhersteller Medion gekauft. Damit überholt man Dell und steht Ende 2011 weltweit auf Platz zwei der größten Computerhersteller (Marktanteil 13%) hinter HP (Marktanteil 17%).

8. Krisen
Im Herbst 1988 wurde eine Steuer von 300% auf Mitarbeiterboni eingeführt. Das stürzte die Branche in eine Krise. Bonuszahlungen hielten die Arbeitsmoral hoch und waren nötig um Mitarbeiter zu halten. Liu traf verschiedene Maßnahmen wie Auszahlung in Materalien, oder über Scheingeschäfte mit Tochterfirmen. (Zusatzinfo: Damals gab es ein fixes Bezahlungssystem, es war komplett staatlich kontrolliert → Dateisystem [Datei folgt Arbeitnehmer bei Jobwechsel, 4 Teile: Basisgehalt, Altersbezahlung, Positionszulage, Ergebnisabhängige Zahlung] Zusätzlich wurden mit der Öffnung Boni üblich, die später höher sein konnten als die eigentliche Bezahlung) Liu fürchtete Hunger wie in 60ern (damals sind 30 Mio Menschen verhungert). Er gibt Kredite an Bauern, damit in harten Zeiten Mitarbeiter versorgt werden können. Im April 1989 wurde Liu Steuerhinterziehung vorgeworfen, er hatte dem Import/ExportManager erlaubt Verhandlungen mit Leuten zu führen, die illegal importierten und seinen Mitarbeitern war es erlaubt, diese Produkte zu kaufen. Seine Beziehungen zur Partei konnten ihn vor einer Verurteilung bewahren. Viele IT Firmen gingen aufgrund der Steuerpolitik zugrunde, 1989 waren 71% der 700 überlebenden im Staatsbesitz, auch Lianxiang konnte seine Profite auf einem Niveau halten um als staatliche Firma durchzugehen. Das war in dieser Zeit sicherer, da man noch viele Vorteile genießen konnte, so stellte Liu z. B. Antrag auf eine Produktionslizenz. 1990: Sun Hongbin war Lius Hoffnungsträger, er sollte es später weit bringen. Es fiel jedoch auf dass er in seiner Unternehmenssparte eigene Politk machte und sogar höhere Reputation hatte als Liu. Dieser versetzte ihn in eine andere Sparte, doch Liu wurde zugetragen, dass sich ein Komplott unter Sun bilden sollte, um Gelder für den Aufbau einer eigenen Firma abzuzweigen. Nach der Aufklärung wurde Sun zu fünf Jahren Gefängnis wegen Korruption verurteilt. 1994 bedrohte eine Patentklage im Fall eines Schriftzeicheneingabesystems Lianxiang. Da der internationale Druck auf die chineische Rechtsprechung hoch war, Plagiatismus zu unterbinden, drohte Lianxiang zu verlieren. Tang, Lius talentierter Anwalt, wurde aktiviert um die Rechtslage zu untersuchen. Er deckte auf, dass der Kläger selbst eigentlich keine Rechte auf das Eingabesystem hat, Lianxiang gewann. Liu leidet an der Meniere Krankheit, und muss oft ins Krankenhaus. Das ist vorallem in 8

Krisenzeiten ein Problem, da in der Firma alle Fäden in seiner Hand zusammenliefen. Deshalb versuchte Liu Führungstalente früh zu fördern und sie mit Verantwortung auszustatten. Ni Guangnan wollte einen chinesischen Chip herstellen, Liu lehnte dies aber ab. Die Kunkurrenz (Intel) hat einen Marktantel von 80% und einen großen technologischen Vorsprung. Diesen aufzuarbeiten wäre absolut unwirtschaftlich gewesen. Es kam zum Streit der beiden Gründer und langjährigen Freunde. Ni musste nach Anschuldigungen, Liu sei korrupt und würde die Firma autokratisch führen, seinen Posten aufgeben. Liu änderte seine Prioritäten im Management: Technologie-Konstruktion-Handel zu Handel-Konstruktion-Technologie. Das schädigte die Beziehung zwischen Management und Wissenschaftlern. Mehrmals versuchte Ni das Management zu denunzieren, aber Untersuchungen kamen zum Ergebnis alles sei rechtens. Nach mehreren Versuchen muss er die Firma schließlich ganz verlassen.

9. Gründe für den Erfolg
Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die Lenovos Erfolg erklären. Die Firma stieg innerhalb von 27 Jahren zum zweitgrößten Computerhersteller der Welt auf. Natürlich spielen hier die Bedingungen bei der Gründung eine Rolle, hier konnte man von den beiden Systemen, Marktwirtsschaft und Kommunismus, profitieren; auch wenn hierbei nicht immer regelkonform vorgegangen wurde. Bestechung war in China damals an der Tagesordnung. So erhielten Politiker von Schnaps über Fernsehgeräte bis zu Kühlschränken alles, was sie gewogen stimmen konnte. Zu größten Teil ist der Erfolg aber Liu Chuanzhis herausragenden Fähigkeiten geschuldet, insbesondere seiner Menschenkenntnis, die ihn befähigte alle Aufgaben den richtigen Persönlichkeiten anzuvertrauen. Auch die obersten Prinzipien seines Führungsstils können als Wegbereiter für Lenovos Erfolg gelten: die Philosophie des mittleren Wegs (zhongyong), Großherzigkeit (hongyi), Tugend (ren) und Glaube (xin) welche allgemein in der chinesischen (Management-)Philosophie verbreitet sind.

Quellen: http://en.wikipedia.org/wiki/Liu_Chuanzhi http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Frechner http://de.wikipedia.org/wiki/Lenovo Ling, The Lenovo Affair (2005) Kase/Slocum/Zhang, Asian Versus Western Management Thinking (2011)

Recherchiert und Zusammengefasst von Elia Müller (17.06.2012) 9…...

Similar Documents

Premium Essay

Lenovo Case

...will behave with goodwill and with fair exchange Why Is Trust Important? • When there is no trust, partners hold back or take advantage of each other (Opportunistic Behavior). • Formal contracts can never identify all issues that will arise • Technology and knowledge also include tacit elements that can only be learned through trust. BENEFITS OF TRUST Trust and Competitive Advantage • Site specialization • Physical asset specialization • Human Specialization Dedicated Knowledge Asset Investments Sharing Routines Interfirm Trust BENEFITS OF TRUST Trust and Competitive Advantage Dedicated Knowledge Asset Investments Sharing Routines • • • • • Learning curve? Consulting teams? Voluntary study groups? Problem-solving teams? Interfirm employee transfer? • Performance feedback and? monitoring … Interfirm Trust ’ BUT BENEFITS OF TRUST Trust and Competitive Advantage Asset Investments Dedicated Knowledge Sharing Routines Interfirm Trust ’ • TRUST is one party’s confidence that the other party in the exchange relationship will fulfill its promises and commitments and will not exploit its vulnerabilities • Trust and alliances are a conundrum from a classical economics perspective – assumption of opportunism means firms must choose market or hierarchy, make or buy, not an alliance BUT Trust lowers transaction costs • Search costs • Contracting costs AND • Monitoring costs • Enforcement costs •......

Words: 1160 - Pages: 5

Premium Essay

Lenovo Case

...Executing a global growth strategy at Lenovo For the analysis of the process of globalization has been chosen Lenovo, currently classified at 370 in the ranking of Fortune Global 500. It came into existence in 2005 when Legend Holdings acquired the former Personal Computer Division of IBM, the company that invented the PC industry in 1981. Today, Lenovo is a $21 billion personal technology company and the world's second-largest PC vendor, with more than 26,000 employees serving customers in more than 160 countries The choice of this company prompted me my recent visit to one of the factories Lenovo, in Shenzhen, and a huge impression on me that this visit was exerted. This well-organized corporation attaches great importance to the planning of its development and is very determined in its objectives. Position that the company has achieved on very difficult market of personal computers proves accurate transformation strategy from local leader into a powerful global player. Lenovo's position in any part of it is not the work of chance. The following sections concentrate on the discussion of Lenovo’s core competence and its globalisation strategy. Lenovo was originally called Legend Beijing, and was founded in 1984 by Liu Chuanzhi along with ten colleagues at the Computer Technology Institute of the Chinese Academy of Sciences (CAS). With an initial investment of 200,000 Yuan, the company was established with the aim of commercializing the research and development......

Words: 2307 - Pages: 10

Premium Essay

Lenovo Case

...Lenovo to Acquire IBM Personal Computing Division ARMONK, N.Y. and BEIJING — Dec. 7, 2004 — IBM and Lenovo Group Limited • Creates world's third-largest PC business with approximately US$12 billion annual revenue for 2003 • Global business with worldwide reach, powerful brand name, balanced product offerings and leading R&D capabilities • Long-term strategic alliances between Lenovo and IBM in PC sales, service and financing worldwide • Worldwide headquarters in New York; principal operations in Beijing and Raleigh, North Carolina • Transaction of US$1.25 billion in cash, equity; total transaction consideration of approximately US$1.75 billion • IBM to take 18.9 percent equity stake in Lenovo; transaction expected to be completed in second quarter 2005 Lenovo Group Limited, the leading Personal Computer brand in China and across Asia, and IBM today announced a definitive agreement under which Lenovo will acquire IBM's Personal Computing Division to form the world's third-largest PC business, bringing IBM's leading enterprise-class PC technologies to the consumer market and giving Lenovo global market reach beyond China and Asia. Lenovo will have combined annual PC revenue of approximately US$12 billion and volume of 11.9 million units, based on 2003 business results — a fourfold increase in Lenovo's current PC business. Lenovo's new PC business will benefit from a powerful worldwide distribution and sales network covering 160 countries, global brand recognition through the...

Words: 1706 - Pages: 7

Free Essay

Case Study

...Case Study: Acer [Name of the institute]Case Study: Acer Compare and Contrast of Acer’s “Divide and Conquer” Strategy with Lenovo’s Strategy The aim and objective of every business is to run the business in a lucrative way. In the pursuit of this focal ambition, organizations form strategies. Similarly, Acer and Lenovo also have their strategies. There are scores of aspects of these strategies on the basis of which these organizations can be compared and contrasted. The principle strategy of Acer is defined as “Divide and Conquer.” The dogma behind “divide and conquer” strategy is that when a problem is easy and understandable then directly takes actions to solve the problems otherwise break the problem into small parts and then pursue it to solve the problem (Richard, 2009). In front of the management of Acer a gigantic problem of exploring international market was lying and they were unable to exploit this opportunity. So, the management decided to opt for the “divide and conquer” strategy. According to this strategy the management of Acer to conquer international market divided the entire market. The first part of this division that they aimed at was China. According to the CEO Shih “it is imperative for an organization to be stable and get a secure position in the local market before they opt for the regional and international market (Davis, 2007).” This implies that strategy of “divide and conquer” reflects this thought of CEO. Acer is a Taiwanese brand and......

Words: 551 - Pages: 3

Premium Essay

Lenovo Case Rev.01.Docx

...Case: “Lenovo: Building a Global Brand” Analysis Problem Statement By facing more and more intensive domestic and international competition in the PC market, Lenovo’s global market share shrank by 6.8% in the average of first and second quarter of 2005. It can be said that this result came from the fact that they don’t have a specific, unique, and competitive marketing strategy in the world other than China. If this market share drop continued, it could be obvious that Lenovo would become a loser in global PC market, which result could have been consequently estimated $205 million decrease in revenues in the end of 2005 compared to the result of 2004 (see Exhibit 1). At that time, the Lenovo’s managements decided that they acquired IBM’s personal systems division in December 2004 in order to conquer this situation and become a global leading technology company. The primary challenge for the problem in this case was how to build a global marketing and branding strategy other than China by utilizing IBM’s brand and its well-established products such as ThinkPad laptop and ThinkCentre desktop. Situation Analysis (See Exhibit 2) Costumers needs and characteristics Although there are a wide variety of customers in the world, it can be basically said that individual customers are extremely price sensitive after PC became a commodity product like cell phones. In general, young generation in developing and developed countries pursues cheaper products regardless of PCs’......

Words: 1606 - Pages: 7

Free Essay

Lenovo Case Study

...C A S E   S T U D Y   9 LENOVO’S  BRAND  BUILDING  STRATEGIE:   TAKING  THE  COMPETITION  TO  COMPETITORS   WITH  “TRANSACTIONAL  MODEL” Agenda •   Brief  Summary  about  the  case   •   Global  PC  Industry   •   Lenovo:  From  Emerging  to  Surging   •   Key  Challenges  of  Lenovo  from  the  case     •   RecommendaKons   Agenda •   Brief  Summary  about  the  case   •   Global  PC  Industry   •   Lenovo:  From  Emerging  to  Surging   •   Key  Challenges  of  Lenovo  from  the  case     •   RecommendaKons   Overview  of   Global  PC  Industry Global  PC  Industry •  Since  early  1980s,  PC  industry  has  been  the  most  dynamic   electronic  industry  sector   •  The  global  PC  industry  reached  mature  level  by  mid-­‐1990s     •  Dell  and  Gateway  starts  their  build-­‐to-­‐order  strategies,   resulted  to  the  total  supply  chain  respond  swiTly  to  change   •  Emerge  of  e-­‐commerce  (online  sales)  hastened  PC  industry’s   clock  speed   Overview  of   Global  PC  Industry •  PC-­‐makers  enjoys  high  profits ...

Words: 1159 - Pages: 5

Premium Essay

Lenovo Case Study : East Meets West

...FULL NAME : LINH PHUONG TRAN STUDENT ID : BH12027 UOG ID : 000792235 MODULE CODE : BUSI1317 MODULE TUTOR : HA NGUYEN MODULE NAME : STRATEGIC MANAGEMENT COURSE : BA ( HON) BUSINESS MANAGEMENT INTAKE : MARCH 2013 TITLE : LENOVO EAST MEETS WEST OUTLINE TABLE CONTENTS I. INTRODUCTION 4 II. LENOVO HISTORY AND VISION STATEMENT 4 III. LENOVO SWOT ANALYSIS 6 1. External factors (O- opportunity and T-threat) 6 2. Internal factors ( S- strength and W-weakness) 9 IV. LENOVO STRATEGIC CHOICES 13 V. CONCLUSION AND RECOMMENDATION 14 List of figure Figure | Name | page | 1 | The Lenovo history timeline | 4 | 2 | Lenovo vision statement | 5 | 3 | Porter’s Diamond model | 6 | 4 | Lenovo Porter’s Diamond model | 7 | 5 | Strength in Lenovo’s structure | 10 | 6 | Lenovo CAGE framework | 11 | 7 | Lenovo strategic implementation | 13 | 8 | strategic triangle | 14 | I. INTRODUCTION Thomas L.Friedman reminded to the term "Flat world" as the way to describe to an era of new World economy. Which including the globalization, intense competition, a big market without borders, the variety and combination of cultures in the World (Thomas L. Friedman, 2005; Victor K. Fung, el, at 2007; Ronald Aronica and Mtetwa Ramdoo, 2006). In fact, The change, updates, innovation and competition in technology industry are taking a level higher, because it happening every days, every hours (Jeffrey T. Macher, David C. Mowery; 2004).......

Words: 2711 - Pages: 11

Premium Essay

Lenovo Case

...MODEL” Agenda • Brief Summary about the case • Global PC Industry • Lenovo: From Emerging to Surging • Key Challenges of Lenovo from the case • Recommendations Agenda • Brief Summary about the case • Global PC Industry • Lenovo: From Emerging to Surging • Key Challenges of Lenovo from the case • Recommendations Overview of Global PC Industry Overview of Global PC Industry • Since early 1980s, PC industry has been the most dynamic electronic industry sector • The global PC industry reached mature level by mid-1990s • Dell and Gateway starts their build-to-order strategies, resulted to the total supply chain respond swiftly to change • Emerge of e-commerce (online sales) hastened PC industry’s clock speed Overview of Global PC Industry • PC-makers enjoys high profits 1990, however, they experiences an extreme downfall in early of 2000 • In 2004, in order to maintain PC vendor’s market position, vendor consolidation can develop economies of scale in order to go into a global presence • Global PC industry currently affected by two major trends; commoditization which is about mass-produced and the absence of mid-market, which separate to the customers that demand cheapest products and that of exclusive products Agenda • Brief Summary about the case • Global PC Industry • Lenovo: From Emerging to Surging • Key Challenges of Lenovo from the case • Recommendations About Lenovo: From Emerging to Surging 1984......

Words: 1147 - Pages: 5

Premium Essay

Lenovo

...to safeguard the quality of student learning and that your assignment will be checked using this software. I acknowledge and agree that the examiner of this assessment item may, for the purpose of marking this assessment item: reproduce this assessment item and provide a copy to another Griffith staff member; and/ submit this assessment item to a text-matching service. This web-based service will retain a copy of this assessment item for checking the work of other students, but will not reproduce it in any form. Examiners will only award marks for work within this assignment that is your own original work. I, hereby certify that: except where I have indicated, this assignment is my own work, based on my personal study and/or research. I have acknowledged all materials and sources used in the preparation of this assignment whether they be books, articles, reports, lecture notes, or any other kind of document or personal communication. I have not colluded with another student or person in the production of this assessment item unless group work and collaboration is an expectation of the assessment item. this assignment has not been submitted for assessment in any other course at Griifith, or at any other University or at any other time in the same course without the permission of the relevant Course Convenor. I have not copied in part or in whole or otherwise plagiarised the work of other students and/or other persons. I haven’t......

Words: 1836 - Pages: 8

Premium Essay

Case Study

...CASE STUDY – COLLINS CLASS SUBMARINE PROJECT EXECUTIVE SUMMARY Background The Collins Class Submarine (CCSM) Project has been the subject of intense media scrutiny since it was first announced that Australia was to undertake a project on this scale. Over the years, the notion that Australia would attempt to manufacture a system as complex as a submarine has been scoffed at by a number of senior politicians and military commanders. The notion and sheer audacity of divorcing the influences and support of the UK and US was a stark reflection on the level of confidence in Australia’s shipbuilding industry at the time and an indication of backward-thinking executives. By sheer luck the alignment of the economics of the day, a change in government and the drive of a handful of enthusiastic, intelligent people led to the inception of the CCSM Project – arguably the largest, most complex project ever undertaken in Australia. The very thought of Australia being able to not only build a system as complex as a submarine but also to equip it with the latest technology supplied by Australian companies, appeared audacious to say the least (Peter Yule 2008). If it were not for the ambitions and foresight of a small group of people across a number of organisations, the project would have been doomed from the start and Australia’s proud submarine force would have dwindled into extinction. Discussion The CCSM Project highlights a number of important lessons which typify the principles of...

Words: 1825 - Pages: 8

Premium Essay

Lenovo Case Study

...LENOVO – The Global Challenger from an Emerging Market. Background information: Lenovo -Chinese multinational technology firm -Headquarters in Beijing, China -North Carolina, United States -Year 2011, world’s second largest personal computer vendor by unit sales after HP -operate > 160 Countries -Founded in Beijing in 1984 Lenovo is one of the largest famous personal computer makers in the world. Today, Lenovo strives to be the global market share leader in each of the market we serve. In 2005, Lenovo purchased the personal computer business and the brand “ThinkPad” famous computer IBM in the IT industry all over the world. This landmark transaction is taken as its most important stage of the international strategy in the computer industry. Also in 2011, Lenovo merged with NEC. This marks the trinity Lenovo's internationalization strategy has risen to a new stage, which indicates that Lenovo already in the United States established a brand-name image localization. Case Study: Q&A 1) What is the nature of Lenovo’s international strategy? Is the firm’s strategy primarily multidomestic or global? Lenovo uses mergers and acquisitions to gain access to required knowledge and other assets from partner firms, and to expand into markets worldwide. The merger increased Lenovo’s scale economies in manufacturing and marketing. The firm’s strategy is primarily in multidomestic. Because Lenovo’s products are standardized worldwide, but elements such as keyboard and...

Words: 481 - Pages: 2

Free Essay

Case Study - German Hyperinflation

...Case Study German Hyperinflation Table of Content: Introduction, History – P.3 What Caused The Hyperinflation – P.5 The Hyperinflation 1922-1923 – P.6 The Solution, Lessons Learnt – P.7 References – P.6 Introduction: We were asked to choose any topic that is related to banking and economics. And the topic I chose for this is: The German Hyperinflation. I’m going to discuss how the hyperinflation started in Germany, what happened at the peak on this hyperinflation. Then we’re going to see what caused it. And how did Germany solve the problem and stopped this inflation. Lastly, what are the lessons learnt from this hyperinflation. History: By the end of World War 1 Germany had been punished to pay reparations because of the war. Germany had to pay £6,600,000,000 (which is larger than Germany’s GDP) and by signing the Treaty of Versailles Germany agreed to installments of 2 billion, the first was paid in 1921, though, it was paid mostly by actual materials such as coal and iron. But Germany couldn’t pay the second installment. The allies didn’t believe it, and on 1922 France and Belgium invaded the Ruhr, which is the most valuable industrial area in Germany. The German government ordered workers to strike and people to resist the invaders. This led to killing 132 people and expelling 150,000 from their homes. And because Ruhr is the most valuable industrial area in Germany, the strike made Germany suffer. The striker had to be paid to,......

Words: 800 - Pages: 4

Premium Essay

Lenovo Case Study

...Introduction Lenovo was founded in 1984 as one of the institute-sponsored companies in Beijing. It started as the New Technology Development Company (NTD Co.) of the Institute of Computing Technology (ICT) of the Chinese Academy of Sciences (CAS) and considered a pioneer of Chinese market reform in the science and technology sectors. The company’s first technological innovation, a Chinese-language add-on card, was stemmed from ICT researcher Ni Guangnan. The name of the add-on card- Lianxiang- remains the Chinese name of Lenovo to this day. The company expands in Hong Kong that allowed them to raise its capital and overcome Lenovo’s previous experience in the global IT industry with a more international partner. In 1988, the company was restructured into Legend Computer Group Co. In the early 1990’s, the company was the largest among several domestic PC makers. In 1992, as the tariffs on imported PCs in China were reduced and import quotas were eliminated, foreign PC makers had a distinct price advantage over Legend. Consequently, Legend became sales and distributive representatives of American and Japanese computer companies in China. However, this became very strategic for Legend as it developed both technical and management expertise from its Hong Kong operation and from its foreign partners such as HP. Legend gain an advantage in building extensive distribution channels when the Chinese government restricted establishing distribution and retail operations of foreign......

Words: 1911 - Pages: 8

Premium Essay

Lenovo Case Study

...incentives, there are natural reasons for Chinese firms to look abroad. As the Chinese economy opens up, domestic firms are increasingly competing against MNCs with global reach. To remain competitive, Chinese companies must look beyond their national borders for new markets, technologies, competitive positions. Lenovo was a prime example of all these drivers. Lenovo faced increased domestic competition, and lacked the brand cache or scope of operations to compete with fast-expanding competitors like Dell. While their domestic position was supported through government incentives and protections, these could not be expected to last forever. By acquiring IBMs PC division, Lenovo was able to instantly become a global player with a respected brand name. CNOOC’s primary motivation for its Unocal bid was a hunt for resources. China is not oil-rich, but demand for oil and other natural resources were growing at a breakneck pace. CNOOC was used to competing with (or partnering with) the big international oil companies as it scoured the globe for oil. Haier probably had the strongest brand name of any Chinese company as of the writing of this case, as well as a significant overseas presence. Its bid for Maytag was motivated in part by the conviction that it had the operational expertise—and access to low cost labor—to turn Maytag around. There are a number of reasons firms look to invest abroad, from competitive pressure, to the desire to consolidate......

Words: 1878 - Pages: 8

Premium Essay

Case Study

...Case study: Kelly’s Assignment in Japan 1. After arriving to the city, exhausted and tired, they were shocked about how small and tiny the apartment was which is a lot different from the American typical life style. Americans normally have big apartments and especially if they have kids, they have garden that entertains kids and let them have their own area. This was not the only problem, they also have been bringing many stuff and moved way too much of their personal belongings. It was too much for the size of the apartment and it made the whole family and of course Kelly a bit disappointed. The other problem comes when she started to greet them, 2 Germans, 2 Americans and the rest were Japanese. The different ways of greeting, the awkwardness afterwards and the bad silences was also annoying for her. The next problem was that Japanese were shy or embarrassed at times, even though they could speak English, they seemed very quiet and hesitant. The next problem was that they thought Kelly was a man and the fact that she is not made them laugh. The other problem came with the presentations Kelly asked them to prepare a presentation and hand it out the day after. The presentation was meant to be about their ideas for the new account. The Americans and the Germans said that they would do it on time and have it ready while the Japanese seemed reluctant to commit themselves. The next day at the office, the Germans and the Americans handed in the presentations but when it......

Words: 720 - Pages: 3